Texte von Hans-Bernd Neumann, Tübingen

Geld frisst Welt – Geld heilt Welt, 2009 Der Beginn der so genannten Finanzkrise im Herbst letzten Jahres hat uns allen bewusst gemacht, dass etwas Grundlegendes in unserem heutigen Wirtschaftssystem falsch läuft. Dabei ist man schnell mit dem vielleicht richtigen Urteil zur Hand, dass das Problem in der Gier einzelner Akteure in der Finanzwelt zu suchen ist.

Einerseits stimmt dieses Urteil, andererseits ist die Gier des Menschen keine Erfindung des 20. Jahrhundert, sondern etwas so Fundamentales, dass es nicht sinnvoll erscheint die Ursache der Krise darin zu suchen. Viel fruchtbarer sind Fragen, ob vielleicht im heutigen Weltfinanzsystem grundlegende Systemfehler vorliegen, die, wenn erkannt, behoben werden müssten damit das Geld dient und nicht regiert. Wer anfängt diese Fragen zu stellen, hat schon erkannt, dass die Regeln im Umgang mit Geldvermögen keine Naturgesetze, sondern Verabredungen von Menschen für Menschen sind. Jeder Einzelne ist berufen, da er Mithandelnder und Mitbetroffener ist diese Regeln zu verstehen und mitzugestalten... weiter im PDF-File, siehe unten Die Macht des Gespräches - 65 Jahre nach Bretton Woods Es gibt immer wieder Augenblicke in der Geschichte, in denen man ahnt, dass das Gespräch zweier Menschen Bedeutung hat für die gesamte Menschheit. Oft findet man solche Gespräche in den heiligen Überlieferungen. Die Bhagavad Gita ist ein solches Gespräch oder auch das Gespräch zwischen der Samariterin am Brunnen und Christus bzw. zwischen Pilatus und Christus. Hier wird die Bedeutung des Gespräches allein dadurch schon hervorgehoben, dass ein Gott bzw. der menschgewordene Gott mit einem Menschen spricht. Die Folge des jeweiligen Gespräches betrifft die gesamte Menschheit. Gibt es seit dieser Urzeit, da Götter mit dem Menschen sprachen und dadurch Welt veränderten auch Gespräche zwischen Menschen, die die Welt veränderten? - Vielleicht entsteht bei der Suche nach solchen Jahrhundertgesprächen die Ahnung, dass vielleicht sogar jedes Gespräch, das Menschen heute sprechen die Welt verändert? - In jedem Jahrhundert findet man solche offensichtlich weltverändernden Gespräche... weiter im PDF-File, siehe unten Vom Teilen der Dinge und ihrem Zusammenhang mit dem Geld Die Dinge der irdischen Welt nehmen alle ab, wenn wir sie teilen. Wenn ich Weizen aus einem Sack in Gefäße zur Weiterverarbeitung verteile, nimmt die Weizenmenge im Sack ab. So ist das mit fast allen irdischen Dingen. Eine Sonderrolle hat nur das Feuer, welches im Verteilen mehr wird. Entzünde ich mit einer brennenden Kerze eine weitere, so brennen zwei Kerzen. Das Licht und die Wärme vermehren sich im Teilen des Feuers. Die Dinge des Geisteslebens folgen dem umgekehrten Prinzip. Dort vermehren sich die Dinge im Teilen. Wenn der Lehrer seinen Schülern Algebra mitteilt, so wird am Ende dieses Vorgangs das Wissen der Algebra sowohl bei ihm, als auch bei seinen Schülern vorhanden sein (hoffentlich oder zumindest, wenn alles gut geht!). Dieses gilt für alle „Gegenstände“ des Geistigen: sie vermehren sich im Teilen. Was sind nun die Gegenstände im Geiste? Es sind zum Beispiel Ideen, Gedanken und Ideale. Ein Sondergut gibt es auch im Geistigen, welches über das hier beschriebene geistige Teilungsgesetz hinausgeht. Eine Substanz des Geisteslebens kann nur im Teilen bestehen. Das ist die Substanz der Liebe. Liebe kann nur im Mitteilen ent- und bestehen. Sowie man versucht sie für sich allein zu halten entschwindet sie. weiter im PDF-File, siehe unten Quelle: http://art-in-dialog.de/blog/?p=1851